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Ronald Pofalla verlässt uns

In den politischen Trubel um die Abstimmung der SPD-Mitglieder über die große Koalition platzt nun eine weitere Bombe. Ronald Pofalla zieht sich aus der ersten Reihe der Bundespolitik zurück. Er wird wohl seinen Job als Kanzleramtsminister räumen. Noch ist diese Nachricht nicht bei jedem angekommen, aber deutschlandweit schaut man in ratlose Gesichter.

Über Jahre prägte Pofalla mit seiner souveränen Art die bundesdeutsche Politik. Der Niederrheiner gehörte zu den ganz wenigen Charakterköpfen der Union. Mit seinen Ecken und Kanten schaffte er sich nicht nur Freunde. Aber auch beim politischen Gegner bewunderte man seine herausragenden rhetorischen Fähigkeiten. Gerade beim weiblichen Geschlecht sorgte seine tiefe und ausdrucksstarke Stimme für feuchte Schlüpfer über alle politischen Lager hinweg.

Steckt die NSA dahinter?

Über die Gründe des überraschenden Rückzugs darf spekuliert werden. Ronald Pofalla hat sich im Zuge der NSA-Affäre nicht nur Freunde gemacht. Durch seinen mutigen –  ja fast schon radikalen –  Willen zur Aufklärung  wurde er zum Held der Internetaktivistin. Er nahm keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten unserer amerikanischen Freunde. Mit seiner berühmten Hartnäckigkeit brüskierte er die NSA und forderte schonungslose Aufklärung. Legendär war sein Auftritt vor der Presse, als er die Affäre endgültig für beendet erklärte.

Er nötigte die Geheimdienste sogar zu schriftlichen Zusagen, dass man sich an deutsche Gesetze halte. Mit so einem harten Verhandlungspartner hatten die USA nun wirklich nicht gerechnet. Im weißen Haus war man entsetzt über den „Bloody, hard Dog with the sexy voice“ (Originalzitat). Gut möglich, dass Angela Merkel ihren Kanzleramtsminister nun opfert, um das Verhältnis zu Barack Obama wieder zu normalisieren.

Wie geht es nun weiter?

Eine Regierung ohne Ronald „the Voice“ Pofalla kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Ein Nachfolger mit auch nur annähernd vergleichbaren Fähigkeiten wird schwer zu finden sein. Selbst Boris Becker oder Lothar Matthäus fühlen sich lt. eigener Aussage dieser Aufgabe nicht gewachsen.

Ein Trost mag sein, dass unsere Großeltern sich 12 Jahre lang auch kein leben ohne den agilen Adolf Hitler vorstellen konnten und es ging dann doch weiter ….. irgendwie…..

 

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