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Mann darf Tisch heiraten

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Ein wegweisendes Urteil hat das Bundesverfassungsgericht unter der Leitung von Claudia Roth diese Woche gesprochen. Zukünftig müssen die Standesämter auch Partnerschaften zwischen Menschen und Dingen ihren Segen geben. Ein Mann aus Sachsen hatte geklagt, da er seiner innigen Beziehung mit einem Tisch durch eine Heirat Ausdruck verleihen wollte. Die Verfassungsrichter sahen in der bisherigen Regelung eine unrechtmäßige Diskriminierung von Objektsexuellen. Die Politik begrüsste dieses Urteil und trotzdem wirft es für die Zukunft weitere Fragen auf.

Wer darf den Kölner Dom heiraten?

Die Öffnung des Ehe-Begriffs stößt in der Gesellschaft auf breite Zustimmung. Selbst die evangelische Kirche will einer Heirat zwischen eine Mensch und einer Sache zukünftig ihren kirchlichen Segen geben. Lt. Rosa von Praunheim, dem Ratsvorsitzenden der EKD, steht das ganze zwar so nicht in der Bibel, aber man müsse Gottes Wort eh für die jeweilige Zeit interpretieren. Lediglich die katholische Kirche steht dem ganzen skeptisch gegenüber, aber das war auch nicht anders zu erwarten. In der Urteilsbegründung beschrieb das Verfassungsgericht korrekterweise, dass die Ehe seit der Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare eh nicht mehr ihren Sinn in der Fortpflanzung habe. Da ist es nur konsequent die Lebensform zwischen Mensch und Sache unter den Schutz des Staates zu stellen. Wichtig sei nur die Willenserklärung der beiden Partner. In diesem Fall ginge man von einer stillschweigenden Zustimmung des Tisches aus.

Trotzdem wirft das Urteil weitere Fragen auf. Kurz nach Verkündigung bildeten sich lange Schlangen vor den Standesämtern in Köln. Viele Bürger der Stadt wollten das Aufgebot für eine Heirat mit ihrem geliebten Dom bestellen. Das stellt die Rheinländer vor ungeahnte Problem. Wie oft darf der Kölner Dom denn heiraten? Nach langen Beratungen bahnt sich dort aber ein Kompromiss an. Die gotische Kathedrale wird in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt und so hat jeder Bürger die Möglichkeit ein Stück zu ehelichen. Diese Handhabe wäre ein gutes Muster für andere Bauwerke der Republik.

Sperrmüll statt Scheidung?

Trotz aller Liebe kommt es natürlich immer auch mal wieder zu Scheidungen. Auch in diesem Fall ist eine aktive Zustimmung einer Sache nicht zu erwarten. Trotzdem sollte man sich hüten den Ehepartner nach erloschener Liebe einfach auf den Sperrmüll zu stellen. Die Entsorgungsbetriebe werden zukünftig angehalten stichprobenartig den Familienstand der rausgestellten Möbel zu kontrollieren. Bei unrechtlicher Entsorgung könnte  es zu hohen Bußgeldern kommen.

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