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Bayern wieder mit regelmäßiger Stromversorgung

Bayern wieder mit regelmäßiger Stromversorgung

Lange hat es gedauert, aber nun ist es endlich vollbracht. Der bayerische Ministerpräsident Anton Hofreiter verkündete heute voller Stolz bei einer Pressekonferenz, dass das Stromnetz in Bayern jetzt wieder für eine störungsfreie Versorgung mit Elektrizität sorgt. Der smarte Grünen-Politiker betonte in diesem Zusammenhang nochmal die Versäumnisse der Vergangenheit, die man mit großen Anstrengungen kompensieren musste. Durch die Neueröffnung des Atomkraftwerks am Stadtrand von München sind nun aber die Zeiten in abendlicher Dunkelheit für die Bajuwaren beendet.

Horst Seehofer weist Vorwürfe zurück

In der Amtszeit von Horst Seehofer (2008 – 2015) stellte der Freistaat die Weichen für über 10 Jahre ohne regelmäßige Stromversorgung. Die Atomkraftwerke wurde abgeschaltet, Kohlestrom wollte man nicht und auch die Trassen für den Transport von Windenergie aus dem Norden wurden nie gebaut. Die Bauern konnten den gestiegenen Energiebedarf mit Biomasse-Kraftwerken nicht decken und so kam es ab 2019 zu spürbaren Engpässen. Das einstige Muster-Bayern wieder mit regelmäßiger StromversorgungBundesland verfiel in eine tiefe Rezession. Viele Unternehmen flüchteten und auch der Tourismus kam zum erliegen. 2022 kam dann endlich die Wende. Nach einer spannenden Landtagswahl bildeten die Grünen und die FDP die Regierungskoalition. Anton Hofreiter wurde Ministerpräsident und leitete endlich die längst fällige Energiewende ein. Gegen große Widerstände der Basis machte sich die Grün/Gelbe Koalition an den Bau von neuen Atomkraftwerken. Der grüne Ministerpräsident sagte damals vor dem Landtag: „Die Kernkraft gehört mittlerweile zu den sichersten Energiequellen und hat außerdem eine fantastische CO² Bilanz. Den Atommüll werden man dann wie geplant in Niedersachsen entsorgen.“

Nach einem spektakulären Prozess steht der ehemalige Ministerpräsident Horst Seehofer unter Hausarrest. Dort ließ er verlauten, dass er sich keiner Schuld bewusst sei. Die Kühe haben einfach zu wenig geschissen, um mit Biomassekraftwerken den Energiebedarf zu decken – das konnte ja nun keiner ahnen. Als persönlichen Affront sieht er es, dass ein neugebautes Atomkraftwerk direkt vor seinen Garten gebaut wurde und die Stromtrassen direkt über sein Haus führen.

Weitere finanzielle Hilfe nötig

In den letzten Jahren sind massiv Gelder über den Länderfinanzausgleich in den Freistaat geflossen, damit die Stromversorgung schnell wieder aufgebaut werden kann. Geberländer wie Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin deuteten schon an, dass sie diese Hilfen gerne schrittweise zurückführen möchten. Ministerpräsident Anton Hofreiter möchte davon nix wissen. Im Politik-Magazin Pop Rocky sagte er, dass massive Hilfen weiter nötig sind und er auf die Solidarität der reichen Bundesländer baue.

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