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Athen fordert Reformen von Deutschland

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Die Umgangston innerhalb der europäischen Union wird rauer. Zum wiederholten male forderte nun der griechische Ministerpräsident Adonis Salamas größere  Anstrengungen von Deutschland zur Überwindung der Schuldenkrise. Man sei nicht mehr länger bereit die sozialen Hängematten mitzufinanzieren. Bundeskanzlerin Petry verbat sich jede Einmischung in innere Angelegenheiten und sieht die Bundesrepublik auf einem guten Weg. Großprojekte wie der Flughafen Berlin-Brandenburg und die Elbphilharmonie in Hamburg werden im Laufe des Jahres 2031 voraussichtlich fertiggestellt. Dies werde zu einer spürbaren Entlastung der Haushalte und zu einem Impuls für die Wirtschaft führen.  Trotzdem müssten sich die Bürger auf weitere harte Einschnitte einstellen.

Rente mit 70 nicht mehr finanzierbar

In Griechenland schaut man schon ein wenig neidisch auf das deutsche Sozialsystem. Mit 70 in Rente gehen und den lieben Gott einen guten Man sein lassen – das ist bei den Hellenen schon lange nicht mehr möglich. Umso ärgerlicher, da diese den ganzen Spaß durch hohe EU-Subventionen mitfinanzieren. Die griechische Regierung fordert nun massive Reformen in Deutschland. Alles muss auf den Prüfstand und die EU solle dies strikt kontrollieren. Auch das Tabu „Ausschluss aus dem Euro“ kocht wieder hoch. In Athen kommt es in letzter Zeit vermehrt zu großen „Pro D-Mark“ Demonstrationen. Viele Hellenen fordern die Einführung der alten Währung für die Bundesrepublik. Verschärft werden die Spannungen durch den massenhaften Zuzug ungelernter deutscher Arbeitnehmer.

Für die Regierungskoalition aus AfD und den Linken kommt ein Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung freilich nicht in Frage. Bundeskanzlein Petry fordert mehr Solidarität von den Süd-Staaten. In diesen harten Zeiten muss die europäische Union zusammenhalten. Für weite Teile der bundesdeutschen Bevölkerung ist die Grenze des Zumutbaren  längst erreicht. Tausende Menschen gingen letzten Sonntag auf die Strasse, als Pläne der Koalition zur Erhöhung des Kindergeldes bekannt wurden. Bisher mussten Eltern pro Kind eine Zwangsabgabe von 200 € zahlen. Diese solle nun schrittweise und sozialverträglich auf 350 € erhöht werden. Für Petry ist dieser Schritt alternativlos. Vor der Fraktion wird er mit den Worten zitiert „Kinder sind teuer und diesen Luxus können wir uns nicht mehr leisten„. Allerdings bahnt sich in dieser Frage ein Kompromiss an. Sollten die Gewerkschaften endlich der Kinderarbeit zustimmen, könnte man die Erhöhung des Kindergeldes bis auf weiteres aussetzten.

Costa Cordalis-Vergleich verärgert Griechen

In dieser aufgeheizten Stimmung kochen natürlich auch die radikalen Kräfte wieder ihr Süppchen. Bei Demonstrationen in Berlin und Hamburg wurden vermehrt Plakate gezeigt, die den griechischen Ministerpräsident Adonis Salamas als Costa Cordalis darstellen. Auch für Petry ist in diesem Fall die Grenze des guten Geschmacks erreicht. AFD und Linke fordern ein hartes Vorgehen gegen dies Demonstranten, auch wenn man den Ärger natürlich verstehen kann.

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